Genesis – den hat keiner kommen hören

Hybrid in die Zukunft: Der komplett eigenfinanzierte Technologieträger GENESIS unterstreicht einmal mehr die Innovationsfähigkeit der FFG und demonstriert eindrucksvoll das in der Firma bereits heute Know-how in den Bereichen hybrider Antriebstechnik, Softwareentwicklung und Elektronischer Steuerung vorhanden ist.

FFG empfiehlt sich damit als Partner und wichtiger Technologielieferant für zukünftige Fahrzeugprogramme, wie z.B. die Nachfolge des Spähfahrzeuges Fennek oder das Main Ground Combat System (MGCS) als Kampfpanzer der dritten Generation.

Der GENESIS vereint ein modulares Fahrzeugkonzept mit hybrider Antriebstechnik. Die gepanzerte Fahrzeugplattform beherbergt dabei die Energieerzeugung, das Antriebssystem, den Fahrstand, sowie alle wesentlichen Steuerungselemente und Subsysteme. Diese standardisierte Plattform kann über den Aufsatz verschiedener Missionsmodule für unterschiedlichste Einsatzaufgaben konfiguriert werden. Die Plattform wird von 2 Besatzungsmitgliedern (Kommandant und Fahrer) bedient.

Wegweisende Merkmale

  • 8x8 Radpanzer mit Vollhybrid-Antrieb, Einzelraddrehzahlsteuerung und Rekuperation
  • Drive-by-Wire: Entfall konventioneller Lenkung
  • Einzelradfederung über Schwingarme, Reifendruckregelanlage
  • Dieselelektrische Energieversorgung mit Lithiumbatterien
  • Elektronisches Antriebsmanagementsystem mit individueller Drehzahl- und Drehmomentkontrolle für Beschleunigung, Verzögerung und Lenkung

 

Hybrider Antrieb

Das hybride Antriebssystem ist dieselelektrisch und verfügt über eine Gesamtnennleistung von 1.368 kW. Ein hocheffizienter, dieselbetriebener Generator erzeugt dabei bedarfsabhängig die elektrische Leistung, mit welchem die elektrische Speichereinheit im vorderen Teil des Fahrzeugs aufgeladen wird.
Aus dieser Speichereinheit werden acht elektrische Antriebe mit Energie versorgt, die über Kardanwellen die jeweiligen Räder mit einem Drehmoment von bis zu 15.622 Nm antreiben. Bei Ausfall eines Motors kann dieser lastfrei weiter mitlaufen, ohne dass deshalb das Fahrzeug zum Stillstand kommen muss.

Volles Drehmoment – von Anfang an

Anders als bei Verbrennungsmotoren steht bei elektrischen Antrieben jederzeit das volle Drehmoment zur Verfügung, was in schwierigem Gelände oder für kurzfristig notwendige Beschleunigungen sehr vorteilhaft ist.
Um die Sicherheit der Besatzung durch Gefahren der elektrischen Hochvoltanlage zu gewährleisten, verfügt der GENESIS über zahlreichen Sicherheitsfunktionen, die bei Erkennen eines Fehlers im Bedarfsfall das elektrische System automatisch abschalten. Ein Vorteil des modular ausgelegten Antriebskonzeptes ist seine Skalierbarkeit um in unterschiedlichsten Fahrzeugauslegungen Anwendung zu finden. Neben der aktuell gewählten 8x8 Auslegung können auch 6x6 oder 4x4 Antriebe damit realisiert werden.

Drive-by-Wire

Herzstück der elektrischen Antriebsanlage ist das „Drive-by-Wire“- Steuerungssystem. Dieses System, das mit dem Know-how der FFG-Softwareingenieure entwickelt wurde, sieht keine physische Verbindung zwischen den Bedienelementen des Fahrers und den einzelnen Rädern mehr vor. Vielmehr erfolgt die Lenkung des Fahrzeugs über die individuelle Drehzahlsteuerung und Drehmomentveränderung jedes einzelnen Rades. Da der Antriebsstrang damit ohne konventionelle Getriebe und Lenkelemente auskommt, entfallen die Kosten für Beschaffung und Wartung solcher Komponenten, wie sie in konventionellen Antrieben notwendig sind. Alle wesentlichen Funktionen des Fahrzeugs werden über drei multifunktionale Touchdisplays überwacht und von der Besatzung gesteuert.

True silent watch

Im reinen E-Betrieb erlaubt das hybride, dieselelektrische Energiekonzept nahezu geräuschlose Fortbewegung oder auch den Betrieb der Bordsysteme für Aufklärung und Kommunikation, ohne dass ein Verbrennungsmotor dafür laufen muss (Silent Watch).
In bestimmten Temperaturbereichen verursachen lediglich die Lüfter des Kühlsystems oder die Reifen eine Geräuschemissionen. Diese sind aber im Vergleich zu herkömmlichen Antrieben gering.
Das Energiesystem des GENESIS kann ebenfalls dazu genutzt werden, elektrische Energie im stationären Feldlagerbetrieb für andere Verbraucher bereitzustellen.

 

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